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Vom Leben der indigenen Stämme

Amazonien Regenwald

Die indigenen Stämme im Gebiet der Provinz Loreto lebten vom Fischfang, der Jagd und dem Anbau von Manioc, Yuca und vielen anderen Wurzelfrüchten und Nüssen. Riesige Paranussbäume fanden sich an den Ufern des Amazonas, bevor die Conquistadores des Urwaldes sie abholzten.
Berühmt bei den Stämmen waren ihre Gemeinschaftshäuser, genannt Shobos oder Malocas, in denen sie in Gruppen bis zu vierzig Personen lebten. Es waren "Mehrfamilienhäuser", die ein geselliges Zusammensein ermöglichten.

Auffallend z.B. bei einigen Stämmen waren die wunderschön bemalten bodenlangen Kleider mit den magisch anmutenden Mustern. Sie heissen "Cushma". In der bemalten Form bis zum Boden reichend, stellten die aufgemalten geometrischen Muster bestimmte Stationen im Leben des Trägers dar. Sie erzählten von Szenen des Alltags, der Jagd, dem Fischfang und von der rituell magischen Bedeutung für den Träger. Diese Motive gaben den Kleidern magischen Schutz, nur ihr Eigner konnte sie gefahrlos tragen oder berühren.
Muster und Ornamente banden eine Cushma daher an eine bestimmte Person und kaum ein Indio tauschte so ein Kleidungsstück gegen ein anderes. Muster und Ornamente stellen ein altes Schriftsystem dar. Die Zeichen werden von den Shipibofrauen, die in Iquitos ihre wunderschönen bestickten Textilien anbieten, Touristen auch gerne erklärt. In Büchern hingegen liest man, die Wissenschaft könne die Schrift nicht entziffern.



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