Vision&Wandel-Zentrum für interkulturelle Begegnung und Kommunikation


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Schamanische Therapie

Transkulturelle Heilkunde

Ein Schamane heilt zum einen mittels der Naturmedizin und zum anderen dadurch, das er sich in einen anderen Bewusstseinzustand begeben kann. Dies geschieht durch Trance, herbeigerufen durch Fasten, oder Trommeln oder halluzinogenen Substanzen. Der Schamane kennt nicht nur die chemisch wirksamen Inhaltsstoffe der Heilpflanzen, sondern kennt auch die spirituellen Eigenschaften dieser Pflanze und setzt die damit verbundene Energie ebenfalls zur Heilung ein. Die Schamanen sagen, dass eine Krankheit immer aus einer Disharmonie zwischen Mensch, Natur und Kosmos besteht. Die Aufgabe eines Schamanen ist die Widerherstellung des Gleichgewichtes. Bei einem Heilungsritual verlässt die Seele des Schamanen seinen Körper und macht sich auf die Suche nach dem Krankheitsauslöser oder aber auch um die verlorene Seele (zum Beispiel nach einem traumatischen Erlebnis, das die menschliche Seele als Schock erlebt hat) eines Kranken zu suchen.
Im schamanischen Konzept hat alles seinen Platz: die physischen Welten wie die nichtphysischen Welten, die Gesetze der Erde wie die kosmischen Gesetze.
Im schamanischen Weltbild geht man davon aus, dass alles lebt und belebt ist. Selbst die Pflanzen, Steine, Wasser, Luft etc. werden daher mit besonderem Respekt behandelt. Dadurch bedingt, dass der innere Geist des Lebens überall derselbe ist, ist alles mit allem verbunden.
In lak'ech (In la:kesj) kommt aus der Maya Sprache und heißt: „Ich bin ein anderes Du“, was soviel heißt wie: Ich bin Du und Du bist Ich- Gemeinsam sind wir EINS.
Neben der Naturheilkunde, dem spirituellen Wissen und der Heilung durch einen anderen Bewusstseinzustand, beherrscht der Schamane das Medizinrad (die Astrologie der Erde), Heilungsrituale, Feuer-,Reinigung- und Kraftzeremonien. Ein Reinigungs- und Heilungsritual ist die Schwitzhütte.

Wir halten in regelmässigen Abständen,meist zu Jahreskreisfesten,Schwitzhütten-Rituale und Heilungs-Zeremonien ab,mit namhaften Schamanen und erfahrenen Ritual-Leitern,sowie Seminare und Workshops als heilkundliche Fortbildung.Dabei werden Therapieformen und Konzepte untersucht wie man in verschiedenen Kulturen mit Krankheit umgeht.Immer mehr Ärzte,Psychotherapeuten und Heilpraktiker sind offen für dieses Wissen und den damit verbundenen Therapiemöglichkeiten.
Schamanismus kann sehr wohl von Menschen praktiziert werden,die in westlichen Gesellschaften wohnen und tätig sind.Das heißt aber noch nicht daß sie Schamanen sind.Man behält diesen Begriff 'Schamane' für Menschen die in dieser Tradition aufgewachsen sind und dazu auserwählt wurden.Die Ausbildung zum Schamanen kann bis zu 15 Jahren dauern.Sie ist ein sehr langer Weg und viele bekommen auch nach über 40 Jahren noch Initationen.Dabei ziehen sie sich,oft für sehr lange Zeit,zurück an besondere und heilige Orte.Man könnte sagen,es ist ein lebenslanger Prozess bei dem immer wieder verborgene Geheimnisse ans Licht treten.
Wir Westler,die von Schamanen ausgebildet wurden und so arbeiten,nennen sich lieber'Shamanic Practitioners'.

Stefan Nathan Lange ist ein Schamanischer Therapeut der Gegenwart in der Schule des Integrierten Schamanismus.
»Im schamanischen Bewusstseinszustand findet Hilfe und Heilung im Therapeut-Patienten-Kontakt von Geist zu Geist, von Seele zu Seele statt. Ich bemühe mich um die Harmonie von Kräften des Körpers, der Gefühle, des Verstandes und der Seele und rege die Selbst-Heilungskräfte an.«






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