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Heilpflanzen

Amazonien Regenwald

Ca. 50% aller auf der Erde vorkommenden Tier- und Pflanzenarten befinden sich allein im Amazonas-Regenwald. Über 1/3 der traditionell genutzten Amazonaspflanzen gelten als Medizinalpflanzen.
Das pharmazeutische Labor des Regenwaldes ist zudem ein wesentlicher Bestandteil der westlichen Medizin geworden. 70% der 3.000 vom "US National Cancer Institute" als potentielle Medikamente gegen Krebs identifizierten Pflanzen stammen aus dem Regenwald.
So basiert auch eine Vielzahl von Medikamenten gegen Malaria, Aids, Herzkrankheiten, Bronchitis, Bluthochdruck oder Tuberkulose auf Extrakten aus Regenwaldpflanzen. Die Produktpalette beinhaltet weiters Narkosemittel, Empfängnisverhütungsmittel, Enzyme, Hormone, Abführmittel, Hustenmischungen, Antibiotika, Desinfektionsmittel und halluzinogene Substanzen mit einem Wert von jährlich etwa 18 Millionen britischen Pfund für die Pharmaindustrie.


Insgesamt wird im Gesundheitsbereich der Umsatz von auf Pflanzenbasis erzeugten Produkten mit weltweit mindestens 260 Milliarden öS beziffert. Die Einnahmen bleiben aber auch hier in den Händen westlicher Konzerne. Biodiversität, Ernährung und Medizin Weit über 10.000 Pflanzen Amazoniens werden als Nahrungs-, Heil- und Aromapflanzen verwendet werden.

Insgesamt nutzen die Amazonas Indios traditionell über ¾ der Baumarten für die unterschiedlichsten Zwecke - die Chácobo Indianer im bolivianischen Amazonas sogar 95% aller Pflanzen. In Brasilien stellt das Sammeln von Regenwaldprodukten für über 1 Million Menschen die Lebensgrundlage dar.


Die Menschheit bezieht derzeit etwa 90% ihres Kalorienbedarfs aus nur 30 Pflanzen. Von den rund 3.000 Arten, die bisher vom Menschen kultiviert wurden, sind nur 150 jemals in großem Stil angebaut worden.
Die Zahl der potentiellen Nahrungspflanzen wird auf 75.000 geschätzt, von denen ein großer Teil in den Tropen beheimatet ist. So könnten 20 bis 30% der Amazonasregenwaldpflanzen als Nahrung dienen. Doch sind diese Ressourcen durch die Regenwaldzerstörung massiv bedroht.
Von den gezählten ca. 60.000 bis geschätzten 200.000 Pflanzenarten des Amazonas ist erst ein Bruchteil (etwa 3% ) erforscht, von diesen stammen jedoch 40% der Medikamente auf dem Weltmarkt.





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