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Was heute Maria Himmelfahrt heisst und am 15. August gefeiert wird, war einst das Fest der Frauen, die Kräuter sammelten und sie der Göttin weihten.In dieser Zeit wurden schon seit vorchristlicher Zeit die wichtigsten Heilkräuter gesammelt.Dabei handelt es sich um einen Brauch, der bis in graue Vorzeit hineinreicht.Schon damals haben die Menschen das Bedürfnis verspürt, Gott - unter welchen Gestalten sie ihn auch immer verehrten - dafür zu danken, dass er ihnen mit den Kräutern der Felder, Wiesen und Wälder Mittel gegen die vielen bedrohlichen Krankheiten gegeben hatte. Am 15.Aug. bat man um den Segen der Gottheiten, die man mit der heilenden Kraft der Kräuter verband, von der man durchaus magische Vorstellungen hatte. Das taten zum Beispiel auch die alten Germanen und Kelten, die die einzelnen Heilkräuter unter den besonderen Schutz von bestimmten Göttern stellten.Die in den Häusern aufbewahrten Kräuter wurden zur Abwehr von Krankheiten oder bedrohlichen Situationen wieUnwettern benutzt.
Die Sonne hat in ihrer Kraft den Höhepunkt ihres Lebens für dieses Jahr längst überschritten.Es beginnt die Zeit der Ernte. Es ist von allem genug da – Getreide, Gemüse, Obst,Pilze. Wir erleben die Natur in ihrer ganzen Fülle und gleichzeitig beginnt der Tod. Die Pflanzen werden geschnitten und gepflückt, um uns das Weiterleben zu ermöglichen, der Sommer geht vorüber. Hier mischt sich Freude über die Fülle mit Wehmut und Abschiednehmen.
Wobei bei unserem Heilkräuter Seminar die Freude natürlich überwog, wie immer bei unseren Freunden im Keltendorf.Man spürt die Resonanz mit der großen Erdenmutter und man fühlt sich in den Zyklus der Natur eingebunden.So begannen wir bewußt Kräuter zu sammeln die uns intuitiv begegneten und uns am meisten auffielen.Diese wunderbaren Wesen haben nun genug Sonnenkraft gepeichert, die sie uns in die dunkle Zeit des Jahres mit geben.
Wir bestimmten die gesammelten Pflanzen und fanden heraus, daß sie genau genau zu unseren Schwächen und Krankheits-Bildern in der Famillie passten.Auch die Kinder waren mit großem Interesse dabei, wie man sieht und mein Sohn machte sich eine Tinktur die sein Asthma linderte.
Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang fingen wir mit der Pipette die Tautropfen von mehreren Pflanzen ein und gaben sie in ein Fläschchen mit destilliertem Wasser und etwas Alkohol zum konservieren.In kühlen Nächten kann wie hier der Frauenmantel, durch Blattspalten aktiv Wasser ausscheiden,sozusagen "der Schweiß der Pflanze".Die Wassertröpfchen sammeln sich beim Frauenmantel in der vertieften Blattmitte, Taubecherl, Taufänger oder Tränenschön sind die volkstümlichen Namen des Frauenmantels, der sich selbst das Geschenk des Himmels bescheren darf.Schon in der Medizin unserer Vorfahren wurde diese Eigenschaft wahrgenommen und diesen "Tautropfen" heilsame Wirkung zugesprochen vor allem auf einer feinen geistigen Ebenen und beim Benetzen der Augen.
Im Rundhaus wurden wir eingeführt in die wunderbare Welt der Salbenküche.Dort verarbeiteten wir an der offenen Feuerstelle die Kräuter zu Salben und Tinkturen.Vorher wurden die Pflanzen nach der Bestimmung ihrer Heil- und Schutzkraft besprochen.Durch das besprechen stellen wir den Kontakt mit dem Geist der Pflanze her und erwecken ihre Heilkräfte.Die Kunst des Besprechens kennen wir seit vielen Jahrtausenden aus allen Kulturkreisen der Welt,besonders von den Naturvölkern und Schamanen.
Dazu ein Video: "Der mit den Pflanzen spricht"
Was unsere Ahnen ganz selbstverständlich wussten, wurde in unserer Zeit in Frage gestellt und nun zeigt es die Sehnsucht auf. Der moderne Mensch wendet sich den sogenannten primitiven Kulturen zu und studiert ihr Sozialverhalten, ihre Rituale und das Interesse am Schamanismus, Heilung und Problemlösung für alle Lebensbereiche durch Kontaktaufnahme mit der nicht sichtbaren Wirklichkeit,Pflanzen- und Tiergeister,Seelen der Ahnen, geistige Hüter von Plätzen und Elementen nimmt sprunghaft zu.Wenn Rituale jedoch sinnentleert zu Brauchtum verkommen, sind sie nutzlos wie schales Salz. Unsere Jugend sucht dann den Ersatz in Mutproben, Alkohol- und Drogenexzessen etc.An dieser Stelle möchten wir unserer Druidin Eveline Grander danken, die das alte Wissen unserer Vorfahren und deren Bräuche wieder lebendig werden lässt und uns dabei in unserer seelische Entwicklung und Erhaltung unserer Gesundheit hilft.Dazu laden wir alle herzlich ein diese Erfahrung mit uns zu teilen.